Bezaubernde Tempel und wilde Nationalparks

Odisha ist einer der insgesamt 29 Bundesstaaten von Indien. Die Fläche beträgt ca. 156.000 km². Der Bundesstaat, welcher bis 2011 Orissa hieß, beherbergt die meisten Tempel des Landes und ist stark hinduistisch geprägt. Insgesamt leben ca. 45 Mio. Menschen in Odisha. Die Region weist das Klima der tropischen Savanne auf. Die drei größten Städte sind die Hauptstadt Bhubaneswar, Cuttack und Rourkela.

Die rohstoffreiche Region weist hohe Mineralaufkommen auf. Man findet dort große Mengen u.a. an Kohle, Eisenerz und Kalkstein. Aufgrund der Bodenschätze haben sich viele Firmen angesiedelt und arbeiten in den Branchen Keramik, Glas und Papier. Auch gibt es in Odisha indische IT Firmen und Forschungs- und Entwicklungszentren internationaler Firmen. Die Landwirtschaft konzentriert sich in der Region auf den Reisanbau und den Fischfang.

Das gibt es in Odisha zu sehen

Die Hauptstadt Bhubaneshwar ist eine Tempelstadt. Von den ehemals 7.000 Tempeln sind heute noch 500 erhalten. Der größte noch erhaltene Tempel ist der Lingaraja Tempel. Er ist sehr detailliert verziert von außen, hauptsächlich mit weiblichen Figuren und Liebeszenen. Der Tempel darf nur von Hindus betreten werden, jedoch kann ihn jeder von außen bestaunen. Insgesamt leben ca. 838.000 Menschen in Bhubaneshwar.

Cuttack, eine der ältesten Städte und gleichzeitig zweitgrößte Stadt in Odisha, war bis 1950 die Hauptstadt des Bundesstaates. Die Einwohnerzahl umfasst etwa 600.000 Menschen. Bekannt ist die Stadt für ihre Silberschmiedearbeiten. In Pipli, einem Künstlerdorf besteht die Möglichkeit den Handwerkern bei der Arbeit zu zuschauen. Die Werke sind bekannt für ihre floralen Motive und Tiere.

Puri ist eine der vier heiligsten Hindu Städte in Indien. Dort befindet sich der berühmte Jagannath Tempel, zu dem täglich unendlich viele Menschen pilgern. Dieser darf nur von Hindus betreten werden. Einmal im Jahr ist dieser Tempel der Ausgangspunkt für das weltberühmte Rath Yatra. Dieses hinduistische Wagenfest findet immer im Juni oder Juli statt. Das Fest gibt es mittlerweile überall auf der Welt, in Großstädten wie in London. Der eigentliche Ursprung liegt allerdings in Puri. Das Fest besteht aus verschiedenen Zeremonien und dauert mehrere Tage. Der Höhepunkt ist eine Prozession, bei der Wagen von Menschen bewegt und durch die Stadt geschoben werden. Die drei Hauptwagen sind geschmückt mit den Statuen von Jagannath und seinen zwei Geschwistern Balabhadra und Subhadra. Umrundet wird das Fest mit Tanz, Musik und Gebeten.

Es gibt außerdem Nationalparks in Odisha, u.a. den Bhitarkanika Nationalpark. Dieser umfasst eine riesige Fläche, die einiges zu bieten hat. Die Landschaft ist gekennzeichnet von riesigen Mangrovenwäldern und der typischen Flora Indiens. Wenn man Glück hat, lassen sich hier auch Riesensalzwasserkrokodile beobachten. Auch der Simlipal Nationalpark bietet den Tieren ein ausgedehntes Schutzgebiet. Dort kann man die lokale Flora bewundern und auch Tiere wie den bengalischen Tiger oder wilde Elefanten hautnah erleben. Die Ostküste von Odisha ist geprägt durch wunderschöne und lange Strände. Diese laden ein, die Seele baumeln zu lassen und den Aufenthalt zu genießen.

Geschichte

Früher war Odisha unter dem Namen Kalinga bekannt. Kalinga war ein Königreich unter dem Kaiser Ashoka. 1936 wurde Odisha in einzelne, souveräne Provinzen unterteilt. Seit dem Jahr 1949 besteht der Bundesstaat in seiner heutigen Form. 

Anreise

Im Bundesstaat gibt es mehrere Flughäfen und Bahnhöfe. Die größten zwei Flughäfen sind in Bhubaneswar und Rourkela. Diese bieten hauptsächlich Inlandsflüge an, mit denen man in größere Städte fliegen kann, um Anschluss an den internationalen Flugverkehr zu bekommen. Ansonsten ist der Verkehr typisch indisch. In den Städten gibt es ein hohes Verkehrsaufkommen, inklusive Chaos und Stau. Mopeds, Autos, Autorikschas, Busse und Fahrräder prägen das Bild des städtischen Verkehrs. Auf dem Land werden auch Karren und Nutztiere eingesetzt, um Gegenstände oder Personen zu transportieren.