Entdecken Sie das bunte und vielfältige Leben der Stadt Kalkutta

Kalkutta ist die Hauptstadt des Bundesstaates Westbengalen in Indien. Die im Nordosten liegende Stadt umfasst 4,5 Mio. Einwohner und ist somit die 2. größte Stadt des Landes. Mit rund 14,1 Mio. Einwohnern ist Kalkutta der 3. größte Ballungsraum Indiens. Insgesamt gibt es 15 Stadtbezirke. Früher war Kalkutta eines der Zentren des British Empires, heute ist die Industriestadt ein Verkehrsknotenpunkt und ein Kulturzentrum mit Unis, zahlreichen Museen, Theatern und Kinos. Das Stadtgebiet umfasst insgesamt eine Fläche von 187,33 km². Es gibt große Disparitäten in der Lebensweise der Einwohner, auch Slums am Rande der Stadt gehören zu Kalkutta. Die Temperatur liegt durchschnittlich bei 26,9 °C. 

Sehenswertes in Kalkutta

In Kalkutta gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das belebte und vielfältige Leben der Einwohner prägt das wilde Straßenbild. Geschäfte, Verkehrsmittel, wie Autos, Straßenbahnen aber auch traditionelle Rikschas sind typisch. Lassen Sie sich treiben und tauchen Sie ein in die bunte Welt der indischen Stadt!

Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, unter anderem das Victoria Memorial, das indische Museum, den Kali – Tempel von Dakshineshwar, die St. Pauls Kathedrale, die Howrah Brücke oder den New Town Eco Park. Das Victoria Memorial wurde 1906 – 1921 zu Ehren der Königin Victoria (1819 – 1901) von Großbritannien erbaut. Es beinhaltet Elemente der indisch–islamischen Architektur und ist heute ein Museum mit über 30.000 Ausstellungsstücken. Umrahmt wird es von einer großen Gartenanlage. Das indische Museum ist Indiens größtes Museum. Es wurde 1814 gegründet und verfügt über eine breite Sammlung verschiedenster Objekte wie zum Beispiel Fossilien, Mumien aber auch Gemälde oder Antiquitäten. Der Kali-Tempel von Dakshineshwar ist eine hinduistische Tempelanlage. Diese wurde zwischen 1847 und 1855 erbaut. Die Anlage besteht aus einem Haupttempel der Göttin Kali, dem Radha-Krishna-Schrein und zwölf kleinen Tempeln. In unmittelbarer Nähe liegt der Wohnraum von Ramakrishna, einem hinduistischen Mystiker, der dort vor seinem Tod als Priester tätig war. Die spektakuläre Howrah Bridge wurde am Ende der Kolonialzeit gebaut und 1943 eröffnet. Sie ist die wichtigste Straßenbrücke Indiens und verbindet Kalkutta mit Howrah über den Fluss Hugli. In Howrah liegt der verkehrsreichste Bahnhof des Landes. Insgesamt ist die Brücke 670m lang und fällt besonders durch ihre ungewöhnliche Konstruktion auf.

Als Kontrastprogramm zum Stadtleben gibt es in Kalkutta den New Town Eco Park. Der riesige Park umfasst einen See und bietet verschiedene Aktivitäten, unter anderem kann man dort Fahrrad fahren oder paddeln. Auch laden die riesigen Wiesen zum Entspannen ein, abseits des Verkehrs und der lauten Innenstadt.

Geschichte

Das erste Mal wurde Kalkutta 1495 vom Dichter Bipradas Pipilai in alten Schriften erwähnt. Das damalige Fischerdorf bedeutete soviel, wie „schwarzes Tor“ oder „Tor der Göttin Kali“. 1690 gründete der East Indian Company Direktor den Hauptsitz ihrer Gesellschaft am Ostufer des Flusses, welcher bereits von vielen europäischen Handelsniederlassungen umgeben war. Im Jahr 1699 kauft die East Indian Company mithilfe armenischer Unterstützung Land und legte zwei weitere Dörfer zur Stadt Kalkutta zusammen. Bis ins Jahr 1911 war Kalkutta die Hauptstadt der Kolonie Britisch-Indiens. Außerdem war der Sitz des Generalgouverneurs der East Indian Company und des gleichzeitigen Vizekönigs in der Stadt zu finden. Der wirtschaftliche Aufschwung der Stadt begann während der Kolonialzeit, in welcher auch Bauten wie das Victoria Memorial entstanden. 1942 und 1943 wurde die Stadt von schwerwiegenden Katastrophen überschüttet. Zunächst wurde der Hafen von Japanern bombardiert. Im darauffolgenden Jahr gab es eine Hungersnot, bei der über 1 Million Menschen ums Leben gekommen sind. Aufgrund der Teilung Indiens und der Folge des somit entstehenden Bürgerkrieges kamen ca. 3 Millionen Binnenflüchtlinge nach Kalkutta. Jahre später, 1980, erlebte Kalkutta einen weiteren Andrang an Menschen, da die Bevölkerungsexplosion in Indien stattfand und auch durch die Landflucht viele Menschen in Großstädte wie Kalkutta flüchteten. Bereits 1991 betrug die Einwohnerzahl der Region rund 11 Millionen Einwohner. 2001 wurde Kalkutta zurück in Kolkata umbenannt.

Anreise

Kalkutta ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt der Region. Nördlich von Kalkutta liegt der Flughafen in Dum Dum. Er bietet nationale und internationale Flüge an. Es gibt in der Stadt zwei Bahnhöfe, die Howrah Station und die Seldah Station. Der öffentliche Nahverkehr besteht aus Straßenbahnen, Bussen, Minibussen, Taxis, Rikschas und auch dem damals ersten U-Bahnnetz Indiens. Die Rikschas werden teilweise von Menschen gezogen, um ein geringes Einkommen zu erarbeiten. Aufgrund der vielen Menschen in Kalkutta und der vielen verschiedenen Verkehrsmitteln gibt es ein tägliches Chaos auf den Straßen in und um die Stadt herum.

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