Gehen Sie auf Entdeckungsreise und lernen die ursprünglichen Stämme kennen

Der Bundesstaat Arunachal Pradesh liegt in Nordostindien. Der Name bedeutet so viel wie „Land der Berge in der Morgenröte“. Oft wird der Bundesstaat auch als „Land des Sonnenaufgangs“ bezeichnet. Rund 1,4 Millionen Einwohner wohnen auf der ca. 84.000 km² großen Fläche. Der Bundestaat liegt im Ost-Himalaya und grenzt an Bhutan, Tibet und Myanmar. Es herrscht ein feuchtes Monsunklima und man findet eine tropisch immergrüne Regen- und Nebelwaldvegetation, sowie arktisch kalte Hochgebirgszonen wieder. Die lokale Fauna und Flora ist sehr vielfältig geprägt und lädt ein Wanderungen zu unternehmen und die Natur zu genießen. Im Bundestaat werden hauptsächlich Reis, frische Äpfel und saftige Orangen angebaut. Die größten Städte von Arunachal Pradesh sind die Hauptstadt Itanagar, Naharlagun und Pasighat. Die Bevölkerung ist ethnisch gemischt, wobei die meisten Einwohner indischen Stammesvölkern angehören, für die die indische Verfassung besondere Rechte beinhaltet. Aufgrund der vielen verschiedenen Stammesvölker herrscht eine extreme Sprachenvielfalt und auch eine religiöse Mischung, bestehend aus Christen, Hindus, Buddhisten und Muslimen.

Sehenswürdigkeiten

Itanagar ist auch aufgrund der günstigen Verkehrslage zur Hauptstadt des Bundesstaates geworden. Die junge Stadt besitzt einen buddhistischen Tempel, der relativ klein ist und aufgrund seines gelben Daches gut erkannt werden kann. Die Stadt ist ein bedeutendes Handelszentrum landwirtschaftlicher Erzeugnisse aus der Umgebung, die auf den lokalen Märkten verkauft werden. Dort kann man auch Nishi Krieger beobachten.

Das zweitgrößte buddhistische Kloster der Welt liegt im Ort Tawang. Das 400 Jahre alte Kloster liegt auf knapp 3000 Metern Höhe in einer dauerhaft bedeckten Schneelandschaft. Der dreigeschossige Bau enthält unter anderem eine große Bibliothek mit wertvollen Manuskripten und eine berühmte Thangha Sammlung. Rund um das Kloster wohnen 500 Mönche und 45 Nonnen. Auf dem Gelände befindet sich zudem noch ein Kunstgewerbezentrum, in dem Monpa Masken und Schals verkauft werden. Die morgendliche Puja ist sehr interessant für die Besucher. Hierbei spenden die lokalen Monpa den Mönchen Hirse für ihre Mahlzeiten.

Das Städtchen Bomdila liegt auf knapp 2500 Metern und bietet eine malerische, ruhige und wunderschöne Aussicht auf die Umgebung. Drei Klöster gibt es dort. Das größte dieser Klöster gehört zum Gelugpa-Orden und wurde im Jahr 1997 von Dalai Lama höchst persönlich eröffnet.

Besuchen Sie den Ort Parasurama Kund. Der Ort liegt am Ufer des Lothi und weist eine tiefe mythologische Bedeutung auf. Hier soll sich der Weise Parasuram gewaschen haben, um sich von seiner Sünde, dem Mord an einer Mutter, zu reinigen.

Jedes Jahr kommen viele Besucher Mitte Januar, um das Fest Makar Sankrati zu feiern. Dieses wird Parasuram gewidmet und lädt natürlich dazu ein, sich selbst bei einem Bad zu reinigen. In Arunachal Pradesh sind viele verschiedene Völker beheimatet. Jeder dieser Stämme hat eigene Traditionen und Kulturen. In dem Ort Ziro zum Beispiel, können Sie den Stamm der Apa Tani kennenlernen, der für seine Reisanbaukultur berühmt ist. Am reißenden Fluss Siang in Pasighat lebt der Stamm Adi. Dieser Stamm ist bekannt für seine farbenfrohen und fröhlichen Tänze.

Geschichte

Die meisten Völker sind schriftlos, das bedeutet, dass es keine geschichtlichen Zeugnisse gibt. Während der Kolonialzeit, war der heutige Bundesstaat Arunachal Pradesh bekannt unter dem Namen Northeast Frontier Agency. In diesem bundesstaatenähnlichen Territorium gab es schwierige Verhältnisse. Seit der Unabhängigkeit Indiens, bemühte man sich die Region in den jungen indischen Staat zu integrieren. 1962 erfolgte dann der indisch-chinesische Grenzkrieg, da sich die beiden Länder nicht genau einig waren, zu wem die Region gehört. Seit 1975 ist Arunachal Pradesh ein eigener Bundesstaat, so wie man ihn heute kennt. Allerdings hat China die Ansprüche nicht aufgegeben und hat noch immer Interesse an dieser Region. Wegen dieser Sondersituation gibt es für die Einreise indische Sondergenehmigungen für Ausländer, sowie für die Inder selbst.

Anreise

In Itanagar und in Naharlagan gibt es Bahnhöfe und Zugverbindungen, die Sie durch das ganze Land bringen bzw. zu Bahnhöfen wo sie Verbindung an das nationale Streckennetz haben. Es gibt in Arunachal Pradesh mehrere kleine Flughäfen. Von Bedeutung sind aber eher die angrenzenden Flughäfen von Assam.