Erleben Sie Assam und lassen Sie sich von dem einzigarten Tee verzaubern

Assam gehört zu den sieben Schwesterstaaten, die im Nordosten Indiens liegen und nur durch einen schmalen Korridor mit dem restlichen Land verbunden sind. Er grenzt an die Nachbarländer Bhutan und Bangladesch. Die Hauptstadt ist Dispur. Der Staat befindet sich auf einer Fläche von 78.500 km². Die insgesamt 31,2 Millionen Einwohner wohnen größtenteils auf dem Land. Die drei größten Städte von Assam sind Guwahati, Silchar und Dibrugarh. Der Bundesstaat liegt am Flusstal des Brahmaputra, im Himalaya. In der Amtssprache bedeutet Assam so viel wie „gewelltes Land“. In diesem Bundesstaat wohnen viele Stammesvölker, wobei der größte in diesem Gebiet die Gruppe der Bodo sind. Die meisten der Einwohner sind Hindus, unter den Stammesvölkern gibt es aber auch viele Christen. Der berühmte, feine Assam Tee findet seinen Ursprung in dieser Region. Weitere landwirtschaftliche Produkte, die hier angebaut werden sind u.a. Reis, Zuckerrohr und Kartoffeln. Rohstoffe wie Rohöl und Erdgas werden in Assam gefördert. Die erste Förderung in Asien erfolgte 1867 in Makkum. Diese Quelle ist die zweitälteste der Welt und ist bis heute aktiv.

Sehenswürdigkeiten

Guwahati ist die Handelshauptstadt von Assam. Hier gibt es drei Basare, auf denen der tägliche Handel stattfindet: der Paltan Bazaar, der Pan Bazaar und der Fancy Bazaar. Auf der Bordoloi Road kann man Produkte wie Seide und kunsthandwerkliche Materialien erwerben. Die Stadt stellt außerdem das wichtigste Kommunikationszentrum der Umgebung dar. Dort befindet sich auch das State Museum, welches eine riesige Sammlung an ethnologischen Exponaten umfasst. In diesem Museum werden traditionelle Trachten, Terrakotta- Arbeiten und Modelle von Dörfern der verschiedenen Volksstämmen Indiens ausgestellt.

In unmittelbarer Umgebung befindet sich der Zoologische und botanische Garten. Dort kann man die lokale Flora und Fauna bestaunen, wie zum Beispiel Panzernashörner oder Nashornvögel. Der Kama Khya Tempel liegt auf dem Neelachi Berg und wurde der Göttin Kali gewidmet. Der Tempelturm entspricht dem typisch assamesischem Stil. Einer Legende zu Folge gehört der Ort zu 51 Orten, an denen die Körperteile von Sati auf die Erde gefallen sind. An diesem Ort sind die weiblichen Geschlechtsteile der Göttin auf die Erde gefallen, weshalb der Ort als eine Quelle der Energie und der Schöpfungskraft gilt. Viele Menschen pilgern morgens zum Tempel, denn zu dieser Tageszeit werden die Opfer, in Form von schwarzen Ziegen, gebracht. Von der Tempelanlage hat man ebenfalls einen wunderschönen Blick auf Guwahati.

Hajo ist ein Pilgerzentrum, für Hindus und Moslems von gleicher heiliger Bedeutung. Die Poa Moschee wurde im 12. Jahrhundert von einem Prinzen gestiftet. Wer diese Moschee besucht kann auf die Pilgerfahrt nach Mekka verzichten. Der Madhava Tempel wurde im 16. Jahrhundert gebaut. In diesem sollen sich Buddhas Relikte befinden.

In Majuli kann man mit der Fähre zur größten bewohnten Flussinsel der Welt fahren. Die Insel ist ca. 90 km² groß. Auf dieser Insel gibt es über 20 Klöster, die auf den Weisen und heiligen Shankardeva zurückgehen. Ein Kloster, auch genannt Sattra, besteht aus einer Gebetshalle und einem Schrein. Diese sind umgeben von den Wohnungen der Mönche.

Geschichte

Der Bundesstaat Assam wurde 1826 von den Briten übernommen und an Bengalen angegliedert. Im Jahr 1874 wurde er der Northeast Frontier Provinz überlassen. 1905 gehörte Assam dann zu Ostbengalen, bis er 1911 neu geschaffen wurde und zu einem eigenen Bundesstaat geworden ist. Nach der Teilung Indiens in Folge der Unabhängigkeit der Briten, wurde Assam Ostpakistan angegliedert. Seit den 1970er Jahren besteht der Assam-Konflikt und 1972 wurde der Bundesstaat geteilt. Seitdem gibt es viele Menschen und Gruppen, die sich für die Autonomie bzw. für die Unabhängigkeit Assams einsetzen.

Anreise

In Guwahati gibt es einen Bahnhof. Die Hauptflughäfen des Bundesstaates liegen u.a. in Dibrugarh, Guwahati, Jorhat oder Silchar. Es gibt nationale Fluganbindungen, sowie Anbindungen in die Nachbarländer Indiens.