Wilkommen in der Schatzkammer indischer Kultur

Fatehpur Sikir liegt ca. 40 Kilometer entfernt von Agra, im Bundesstaat Uttar Pradesh in Indien. Die 30.000 Einwohner-Stadt war im 16. Jahrhundert Hauptstadt des Mogulreiches. Die aus dieser Zeit erbauten Paläste und Denkmäler gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind zu einer zentralen Pilgerstätte geworden.

Das gibt's zu sehen in Fatehpur Sikri

Wer einen Ausflug nach Indien unternimmt, der sollte sich die tollen Sehenswürdigkeiten von Fatehpur Sikir nicht entgehen lassen!

Die große Palastanlage ist von einer alten Stadtmauer umgeben und aufgrund zahlreicher Restaurierungsarbeiten gut erhalten. Durch das Naubatkhana-Tor gelangt man ins Innere der Anlage und sieht zunächst die öffentliche Audienzhalle Diwan-i-Aam mit einer vorgelagerten grünen Rasenfläche.

Ein Stück weiter befindet sich die private Audienzhalle Diwan-i-Khas, in der vertrauliche Beratungen zwischen dem Kaiser Akbar und wichtigen Landsleuten stattfanden. Im Zentrum des Raumes befindet sich der Thronpfeiler, eine Säule in Lotusform.

Links davon sehen Sie dann eines der bekanntesten Bauten von Fatehpur Sikri, der kleine fünfstöckige, pyramidenförmige Palast Panch Mahal. Das Gebäude besteht aus Insgesamt 176 unterschiedlichen Säulen und sollte einst der Ort gewesen sein, wo sich Akbar mit den Frauen des Harems vergnügt hat.

Eingerahmt von dem Diwan-i-Khas, dem Diwan-i-Am und dem Panch Mahal liegt das Pachisi-Feld. Angelegt wie ein riesiges Spielfeld, wurde der Hof zum „Mensch-ärgere-dich-nicht“-ähnlichem Spiel Pachis genutzt. Man vermutet, dass Akbar auf dem Feld Schach, mit Sklavinnen als Spielfiguren, spielte.

Weiter links finden Sie einen weiteren Hof mit dem Wasserbecken Anup Talo und dem Haus der türkischen Sultanin. Mit seinen persischen, chinesischen und türkischen Einflüssen soll der Pavillon der Sultanin Ruqayya Begum gehört haben, einer von Akbars Lieblingsfrauen. Zudem wird angenommen, dass das Haus als Dampfbad (Hammam) genutzt wurde.

Hinter dem Panch Mahal liegt der kaiserliche Haremskomplex mit dem Sunahra Makan, dem Jodha Bai’s Palast und einem Haremsgarten. Das Sunahra Makan, oder auch Miriam’s Haus genannt, soll der Wohnsitz von Akbar’s Mutter, Mariam Makani, gewesen sein. Im Hintergrund besticht dann der Hauptharem, Jodha Bai’s Palast, mit seinen traditionellen architektonischen Elementen und den kontrastreichen türkisfarbenen Ziegeln.

 Im Süd-Westen des Haremskomplexes gelangen Sie zu der bekannten Freitagsmoschee Jami Majid oder auch Dargah-Moschee. Auf dem Berggipfel von Fatehpur Sikri gelegen, wurde sie zu Ehren von Buland Darwaja gebaut und erinnert zugleich mit dem gigantischen 54 Meter hohen Siegestor Buland Darwaza an den Sieg Akbars gegen Gurjat im Jahr 1576. Es ist das höchstgelegene Tor der Welt und Vorbild weiterer Torbauten im späteren Mogulreich. Highlight ist das weisse Grabmahl des Heiligen Sufi Sheikh Salim Chisti. Dieses wurde zunächst aus rotem Sandstein gebaut und später mit weißem Marmor verkleidet. Die filigranen Marmorfenster bilden einen tollen Kontrast zu den anliegenden roten Sandsteingemäuern. In einer Gruft unterhalb des Gebäudes befindet sich das Grab des Sufi Shaik Salim Chisti. Der Legende nach erfüllte er dem Kaiser Akbar seinen lang ersehnten Kinderwunsch. Als Dank ließ Akbar einige Jahre nach dem Tod des Sheikhs das Mausoleum errichten. An den Gitterfenstern des Grabmahls sind rote und gelbe Wunschbänder geschnürt, die Frauen dort befestigen und sich segnen lassen, um ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Geschichte

Dort wo heute Fatehpur Sikri liegt, ereignete sich 1527 ein Kampf zwischen dem ersten Mogulherrscher Babur und einem Fürsten der Rajputen. Der Mogulherrscher siegte und benannte den Ort aus diesem Grund nach dem arabisch-persischen Wort „Danke/ Gott sei Dank“ Sikra. In Sikra lebte später auch der heilige Sheikh Salim des Chisti-Orden, der eines Tages vom mächtigen Mogulherrscher Akbar (1542–1605) aufgesucht wurde. Obwohl Akbar zahlreiche Eheschließungen vollzog, konnte keiner seiner Frauen ihm einen männlichen Erben gebären. Aufgrund dessen pilgerte der Mogul-Herrscher nach Sikra, um dort vom Sheikh gesegnet zu werden. Es geschah im Jahre 1568, dass der Heilige Sheikh Salim Chisti Akbar drei Söhne prophezeite. Nur kurze Zeit später erfüllte sich diese Prophezeiung und Akbar wurden innerhalb von drei Jahren drei Söhne geboren. Da dieser Ort für Akbar Wunder vollbrachte, verlegte er seine Hauptstadt 1571 von Agra nach Sikra und sein neuer Hofpalast entstand. Nach einem siegreichen Kampf gegen Gurjat in 1576 fügte er Sikra als glückbringender Ort den Namen Fatehpur (= Stadt des Sieges) bei und das Geburtsjahr der Stadt Fatehpur Sikri war somit geschrieben. Jedoch hielt das Glück der Stadt nicht lange an und schon 1585 verließ Akbar und sein Volk die Stadt und Lahore im heutigen Pakistan wurde zum neuen Hofstaat des Großmoguls. Grund für das Verlassen von Fatehpur Sikri sollen das schnelle Wachstum und der damit einhergehende konstante Wassermangel gewesen sein. Andere stimmen behaupten jedoch, dass die Wasserversorgung hervorragend organisiert gewesen sei, und Akbar aus militärischen und politischen Anlässen seinen Regierungssitz in den Nord-Westen umsiedelte. Seitdem wurde die Geisterstadt immer wieder geplündert und der Verfall der ehemaligen Mogulhauptstadt schritt weiter fort. Mit Indiens damaliger britischer Herrschaft wurden jedoch zahlreiche Abschnitte der Anlage restauriert und lassen somit den Palast in der Wüste bei Agra wieder in neuem Glanze erstrahlen.

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