Auf den Spuren der Tiger im Ranthambore Nationalpark

Der Ranthambore Nationalpark liegt im indischen Bundesstaat Rajasthan. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 400 km². Die riesige Fläche wird in verschiedene Zonen eingeteilt. Pro Safari erkundet man eine dieser Zonen. Die Safaris finden morgens und abends statt und dauern ca. 2 bis 3 Stunden. Die Besucher fahren in offenen Bussen oder Jeeps und werden dabei von einem ausgebildeten Guide betreut. Die Guides kennen sich im Nationalpark bestens aus und wissen, wo und wann die Chance besteht den verschiedensten Tieren zu begegnen.

Klima und beste Reisezeit

Die beste Zeit im Jahr um den Nationalparks zu besuchen ist zwischen Oktober und April. In den Wintermonaten von Dezember bis Februar ist es sehr kalt, im Sommer sehr heiß. Aufgrund des Monsuns und der jährlichen Tierzählungen ist der Nationalpark zwischen Juli und September für Besucher geschlossen.

Vegetation

Die wunderschöne Flora des Nationalparks besteht aus bewaldeten Bergen, den Ausläufern der Aravali Gebrigskette. Außerdem gibt es Seen, Flüsse und Bäche. Auf dem sehr grünen Gelände findet man alte Ruinen und Überreste alter Jagdschlösser wieder. 

Tierwelt

Die Vielfalt der Tierarten im Ranthambore Naionalpark ist sehr groß. Der Park ist berühmt für seine Bengaltiger. Diese sind nur noch selten anzutreffen. Auch gibt es viele Vögel im Park, im Sommer wie im Winter. Diese werden auf etwa 260 verschiedene Arten geschätzt. Manche dieser Arten brühten dort und leben ganzjährig in dieser Region, andere wiederum kommen als Zugvögel um in der kalten Jahreszeit dort zu überwintern. Andere Bewohner des Parks sind u.a. Antilopen, Hirsche, Bären, Hyänen oder auch Lippenbären.

Geschichte

Über dem künstlich angelegtem See liegt auf 214 Metern die Ruine eines Fortes, welches im 11. Jahrhundert gebaut wurde. Dieses war das Zentrum des Hindu Königreichs. Früher war das Gebiet ein beliebtes Jagdgebiet der Maharadschas von Jaipur. 1955 wurde Ranthambore zum Wildreservat durch die indische Regierung erklärt. Seit 1972 gibt es das Verbot der Tigerjagd in Indien. Ein Jahr später, 1973, wurde Ranthambore zum Teil des Project Tiger, einem Schutzprojekt für Tigerpopulationen. In den 1990er Jahren gab es illegale Wilderei in der Region im und um den Park, weshalb heute nicht mehr viele Tiger dort leben.

Anreise

Der Ranthambore Nationalpark ist sehr gut erreichbar. Er liegt auf der „goldenen Route“, der populärsten Touristenroute von Indien. Der Ausgangspunkt für die Safaris ist Sawai Madhopur und liegt drei bis vier Autostunden von Jaipur entfernt. Außerdem kann man gut mit dem Zug ab Delhi zum Nationalpark fahren.