Willkommen im Keoladeo Nationalpark!

Der Keoladeo Nationalpark liegt im indischen Bundesstaat Rajasthan. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von 29 km². Er liegt 55 km westlich von Agra und 4 Fahrstunden entfernt von Delhi. Innerhalb der Anlage befindet sich neben zahlreichen Tier- und Pflanzenarten außerdem ein Hindutempel. Dieser Nationalpark gehört zu den am meist besuchten in ganz Indien.

Klima und beste Reisezeit

Die beste Reisezeit um den Nationalpark zu besuchen ist der Winter. Zwischen November und Februar kann man dort die meisten Vögel beobachten, da sich die Zugvögel zu dieser Zeit dort aufhalten. Außerdem ist das Wetter angenehm – im Sommer ist es sehr heiß und die Umgebung weist eine hohe Luftfeuchtigkeit auf. 

Vegetation

Der Nationalpark ist überwiegend sumpfig. Es gibt außerdem seichte Wasserlandschaften, in denen über 370 Pflanzenarten beheimatet sind. Darunter befinden sich etwa 100 Wasser- und Sumpfpflanzen.

Tierwelt

Der Nationalpark ist die Heimat vieler Tierarten. Hier leben Vögel, Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Fische. Die vielfältigen Vogelarten kann man während des gesamten Jahres beobachten. Im Sommer brüten dort Arten, wie Pfauen, Tauben oder Eisvögel. Im Winter ist die Vielfalt noch größer, da viele Zugvögel, wie Pelikane, Gänse oder Falken dort überwintern. Insgesamt kann man im Park um die 370 Vogelarten bestaunen. Aufgrund der zunehmenden Anzahl der Vögel und somit des steigendem Beuteangebotes, werden immer mehr Raubvögel angelockt. Weitere Tiere, die dort leben sind zum Beispiel Axis- und Sambarhirsche, Rhesusaffen, Rhorkatzen, Goldschakale, Palmhörnchen oder Vipern.

Geschichte

Das Ökosystem des Nationalparks ist durch Menschenhand entstanden. Dadurch, dass die Stadt Bharatpur früher während des Monsuns immer überschwemmt wurde, wurde 1760 der Ajan-Damm gebaut. Die Mulde, die aufgrund der Ausgrabung für den Damm entstanden ist, wurde mit Wasser überflutet. Im Laufe der Zeit entstand dadurch der Keoladeo-See. Um die Jahrhundertwende wurde diese Region zu einem beliebten Jagdrevier. Nun war es möglich den Wasserstand, mithilfe von Dämmen und Schleusen, auf das gewünschte Niveau einzustellen. Viele Wege, Schießplätze und Verstecke wurden geschaffen. Die Region wurde zu einer der beliebtesten Entenjagdgebiete. In den 1960er Jahren wurde die Jagd wieder eingestellt. Seit 1981 ist das das Gebiet ein Nationalpark, welcher 1985 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden ist.