Begeben Sie sich auf die Spuren des einstigen Königreichs

Die Stadt der Ruinen im Bundesstaat Madhya Pradesh diente vom 15. – 16. Jahrhundert als Prinzenresidenz und zeugt noch heute durch beeindruckende Palastbauten und die insgesamt 12 künstlich angelegten Seen vom Reichtum der einst unabhängig regierten Stadt. Insbesondere der über 40 Kilometer lange Schutzwall welcher das einstige Fort umringt verdeutlicht die einflussreiche Vergangenheit dieses Ortes. Die auf einem großen Hügel errichtete Stadt ist heute zum Großteil unbewohnt und erinnert viele Besucher an eine Geisterstadt aus einem orientalischen Märchen. 

Das gibt's zu sehen in Mandu

Das bekannteste Bauwerk in Mandu ist das ehemalige königliche Enklav Jahaz Mahal, welcher auch als „Schiffspalast“ bezeichnet wird. Umringt wird dieses beeindruckende und auffallen schmale Gebäude von zwei der insgesamt 12 künstlichen Seen der Stadt. Erbaut wurde die Anlage von Ghiyas-ud-Din, dem Sohn des damaligen Herrschers der Stadt Mahmud Shah, welcher diese als private Haremsanlage nutzte. Heute ist sie ein beliebtes Fotomotiv in Mandu.

Etwas weiter Richtung Norden und nicht allzu weit vom Jahaz Mahal entfernt befindet sich der Hindola Mahal. Das einer Kirche ähnelnde Gebäude trägt den Spitznamen „Flügelpalast“. Diesen Namen erhielt das Gebäude durch seine außergewöhnliche Architektur, denn die Wände sind in Richtung des Rauminneren gebogen.

Eins der imposantesten Highlights Mandus ist die pompöse Jami Masjid Moschee, welche in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie überragt die gesamte Stadt und besticht besonders durch die angewandte, afghanische Architektur. Der Aufbau wurde der großen Moschee aus Damaskus nachempfunden. Direkt hinter der Moschee befindet sich das Grabmal von Hoshang, welches komplett aus Marmor besteht. Legenden zufolge nahm sich Shah Jahan dieses Gebäude als Vorbild, bevor er den berühmten Taj Mahal errichten ließ.

Geschichte

Auch wenn die meisten der historischen Gebäude Mandus zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut wurden, ist die Stadt eigentlich viel älter. Gegründet wurde Sie bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts von Raja Bhoj und diente diesem als Verteidigungsfestung. Doch bereits nach 200 Jahren wurde die Stadt von den muslimischen Regenten von Delhi mit Gewalt erobert. Die Blütezeit der Stadt begann jedoch erst im frühen 15. Jahrhundert, als Dilawar Khan die Stadt übernahm und dort sein eigenes Königreich gründete. In den nächsten Jahrhunderten schaffte es die Stadt immer relativ selbstständig zu bleiben, selbst während der Mogulherrschaft. Erst die Machtübernahme der Marathen und durch die Verlagerung der Hauptstadt zurück nach Dhar läutete den Verfall der einst so prunkvollen Stadt ein. Die Bewohner siedelten um und zurück blieb eine Geisterstadt, welche noch heute durch die prunkvollen Bauten und die dort herrschende Ruhe besticht. 

Anreise

In der circa 90 Kilometer entfernten Großstadt Indore befindet der zu Mandu nächstgelegene Flughafen. Von hier aus fahren regelmäßig Busse ab, mit welchen Sie die historische Stadt problemlos erreichen können. Weiterhin gibt es Busverbindungen nach Ujjain und Bhopal.

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