Erkunden Sie die wunderschöne blaue Berg- und Tallandschaft

Einer der kleineren Bundesstaaten Indiens, Manipur, liegt im Nordosten des Landes. Er grenzt an Nagaland, Mizoram, Assam und Myanmar. Manipur gehört zu einem der insgesamt sieben Schwesterstaaten in Nordostindien. Die Besonderheit der Schwesterstaaten liegt darin, dass diese Schwesterstaaten lediglich durch einen schmalen Landkorridor mit dem restlichen Indien verbunden sind. Die Hauptstadt Imphal liegt in der Mitte des Bundesstaates und befindet sich im Imphal- oder Manipur-Tal, welches eine annähernd ovale Form aufweist. In der Mitte des Tals befindet sich der große Loktal-See. Das Land wird von einer atemberaubenden Berglandschaft umgeben, deren Gipfel Höhen von über 2.000m erreichen. Mit 3114m über dem Meeresspiegel ist der „Khayang Peak“ Manipurs höchster Berg. In Manipur herrscht aufgrund der Höhenlagen ein gemäßigtes Klima. Die meisten der ca. 2,7 Millionen Einwohner, auch Meitei oder Manipuri genannt, leben im Imphal-Tal. Meitei ist die Hauptsprache Manipurs und gehört zu den tibetobirmanischen Sprachen. Da in Manipur viele Stämme beheimatet sind, wird außerdem in den Bergregionen eine Vielzahl an kleineren tibetobirmanischen Sprachen gesprochen. Viele Meitei, die im Manipur-Tal leben, gehören dem Vishnuismus an, der elementar von der vorhinduistischen Religion geprägt ist. Einige Meitei bekennen sich außerdem zum Islam. Die Bergvölker hingegen, bekennen sich überwiegend zum Christentum.

Sehenswürdigkeiten

Imphal ist die Hauptstadt von Manipur. Architektonisch wird dem Besucher der wichtige Shri-Govindaji-Tempel geboten. Dieser übertrumpft mit seinen beiden goldenen Kuppeln und ist den Göttern Vishnu und Krishna gewidmet. Auf Pilgerfahrten kann man hier den berühmten Manipur-Tanz beobachten.

Besonders bunt geht es auf dem Khwairamband-Markt, der auch Ima Keithel-Markt genannt wird, zu. Hier bieten ausschließlich Frauen ihre handgewebten Produkte und Textilien, wie das traditionelle Meithi-Gewand, an.

Imphal besitzt außerdem zwei Soldatenfriedhöfe, welche an die Kriege in der Vergangenheit erinnern sollen. Auf den Friedhöfen ruhen britische und indische Soldaten, die im zweiten Weltkrieg gefallen sind.

Wer sich für die unterschiedlichen Stämme des Landes interessiert, sollte das Manipur State Museum besuchen. Dort findet man neben naturhistorischen Exponaten auch eine Sammlung an Stammeskostümen und -waffen.

Nur 45 km von Imphal entfernt befindet sich der große Loktak-See, welcher mit einer Größe von über 65 qkm lockt. Der See ist mit zahlreichen Inseln bedeckt, sodass diese 2/3 des gesamten Sees ausmachen. Viele seltene Tiere leben in diesem See, einige sind vom Aussterben bedroht. Der Südteil des Sees gehört zum Keibul Lamjao National Park.

Geschichte

Im Jahr 1891 war Manipur ein britischer Fürstenstaat, welcher unter britischer Herrschaft stand. Während des zweiten Weltkriegs fanden in Manipur viele Kämpfe zwischen Japanern und Alliierten statt. Zunächst wurde Manipur im Jahr 1947 durch Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen. Erst seit dem Jahr 1972 hat Manipur den Status eines Bundesstaates. 

Anreise

In Dimapur gibt es einen Bahnhof. Von großer Bedeutung ist auch der Flughafen in Imphal.