Herzlich Willkommen im sogenannten Klein-Tibet!

Als Klein-Tibet wird Ladakh häufig bezeichnet, da das Gebiet für die dort bestehende tibetisch-buddhistische Kultur bekannt ist. Das im hohen Norden Indiens gelegene Areal mit einer Einwohnerzahl von ungefähr 290.000 liegt im indischen Bundesstaat Jammu und Kashmir, von welchem es Beinahe die Hälft der Gesamtfläche einnimmt. Angeschlossen an Indien wurde es im Jahre 1940.Die Hauptstadt von Ladakh ist die Stadt Leh, welche sich in der Nähe des Khardong-Passes befindet. Der Pass befindet sich auf einer Höhe von circa 5360 Metern über dem Meeresspiegel, gehört er zu den höchsten, befahrbaren Straßen der Welt.

Das gibt's zu sehen in Ladakh

Besonders bekannt ist die Gebirgsregion für ihre zahlreichen Klöster, welche von der buddhistischen Geschichte des weitläufigen Gebiets zeugen. Zusammengefasst existieren in Ladakh 3 große Klöster, welche man bei seiner Reise unbedingt besuchen sollte:

Alchi: Dieses Kloster ist bekannt für seine unvergleichlichen Beispiele der buddhistischen Kunst, welche sich in der Form von raffinierten Holzschnitzereien und Fresken aus dem 11. Und 12. Jahrhundert innerhalb der Klostermauern begutachten lässt. Dies macht das Kloster zu einem der wenigen Beispiele des einzigartigen, heute nicht mehr praktizierten Kaschmir Malstiels. Es ist circa 70 Kilometer von Leh entfernt und wurde Überlieferungen zufolge vom Guru Rinchen Sangpo zwischen 950 und 1050 nach Christus erbaut.

Thikse: Das buddhistische Kloster ist etwa 18 Kilometer von Leh entfernt und liegt auf einem Hügel in der Höhe von 3300 Metern und wurde am Anfang des 15. Jahrhunderts gegründet. Die Klosteranlage setzt sich aus insgesamt 10 Tempeln zusammen, welche übersäht sind mit heiligen Schreinen und Gemälden. In einem der Tempel befindet sich außerdem eine goldene, reichverzierte Buddha-Statue, welche insgesamt ungefähr 15 Meter hoch ist. Heute ist es Besuchern möglich, in der direkten Nähe des Klosterkomplexes in einem Gasthaus zu übernachten.

Hemis: Circa 40 Kilometer südlich von Leh liegt das Kloster Hemis. Gegründet wurde es Anfang des 17. Jahrhunderts in einem weit abgelegenen Seitental vom Mönch Tagtsang Repa. Da es durch seine abgeschiedene Lage Plünderungen in der Vergangenheit entgangen ist, gilt es heute als reichstes Kloster in ganz Ladakh. Hier lohnt sich ganz besonders ein Besuch im Juli, wobei traditionelle Maskentänze von den Einheimischen aufgeführt werden.

Natürlich ist es genauso unverzichtbar, der Hauptstadt Leh einen ausführlichen Besuch abzustatten, denn hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten, welche jeder Besucher nicht verpassen sollte. Zum einen gibt es den Tsemo Gompa Kloster und die dazugehörende Fortruine am Tsemo Hügel. Erbaut wurde die Anglage im 15. Jahrhundert. Direkt unter dem Fort befindet sich des Weiteren der Maitreya Tempel, welcher bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Hier steht eine über 3 Stockwerke reichende Staute des zukünftigen Buddhas Maitreya.

Auf der Spitze eines Hügels in Chanspa, circa 10 Minuten Autofahrt von Leh entfernt, befindet sich die beeindruckende Shanti Stupa. Im unteren Teil befinden sich Reliquien des heiligen Buddha, welche beim Bau der Stupa 1991 vom 14. Dalai Lama dort platziert wurden. Jedoch beeindruckt dieser Ort nicht nur mit seiner religiösen Bedeutung, sondern seinen Besuchern bietet sich gleichzeitig ein sagenhafter Ausblick über das anschließende Gebirge.

Einen beeindruckenden Anblick bietet ebenfalls der Königliche Palast von Leh, welcher im 16. Jahrhundert nach dem Vorbild des Potala Palastes in Tibet gebaut wurde. Auf Grund der damals herrschenden Kriege zwischen Kaschmir und Ladakh, wurde der Palast verlassen und zerfiel danach bedauerlicherweise zusehends. Außerhalb der Hauptstadt gibt es außer den bereits erwähnten Klöstern noch einige weitere interessante Plätze. Nubra zum Beispiel liegt eine circa 3 stündige Autofahrt über verschiedene Pässe in der Höhe von über 5.000 Metern von Leh entfernt. Die Menschen dort leben in wunderschönen Oasendörfern, in welchen unzählige Kamele leben, welche an die Zeiten der Händlerkarawanen erinnern. Oft wird der Weg nach Nubra für spannende Trekkingtouren genutzt, wofür man allerdings ein paar Tage mehr einplanen sollte.

Eine wundervolle Alternative die Flora und Fauna des Gebiets kennenzulernen, ist unter anderem der Besuch einer der 3 großen Salzseen Pangong, Tsomoriri und Tsokar, welche sich im Changthang befinden. Der Tsokar See zum Beispiel bietet eine bunte Tiervielfalt. Hier haben Sie die Chance wilde Wölfe, Füchse, Gazellen oder Kyangs beobachten zu können. Weiterhin befindet sich in der Nähe des zuvor genannten Hemis Klosters der Hemis Nationalpark. Hier besteht sogar die Möglichkeit einen, freilebenden Schneeleoparden oder eurasische Luchs zu sehen.

Geschichte

Die Geschichte Ladakhs ist eng mit der Geschichte Tibets verknüpft. Es gibt Schriften in welchen berichtet wird, das Ladakh im frühen 7. Jahrhundert von Tibet erobert wurde, welches sich während dieser Zeit mit China im Krieg befand. Grund hierfür war die Tatsache, dass sich viele der Gebirgspässe zwischen Tibet und Turkestan in Ladakh befanden und Tibet sich mit China im Streit um Turkestan befand. Daraufhin wurde Balistan in Ladakh im 8. Jahrhundert Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Chinesen, Kaschmirern, Tibetern und Arabern. Nachdem im 9. Jahrhundert der damalige König Tibets verstarb, zerbrach das Land in Einzelstaaten. Als Folge dessen wurde Ladakh unter dem ältesten Sohn des Nachkommens des tibetischen Herrscherhauses zu einem eigenständigen Königreich. Feldzüge der muslimischen Ghaznawiden veranlassten viele indische Buddhisten und Hindus dazu, in die Himalayaregion umzusiedeln, wodurch das bereits tibetanisch geprägte Ladakh kulturell noch stärker beeinflusst wurde. 1681 kam es dann nach einem erneuten Streit mit Tibet zu einem Invasionsversuch des damaligen Dalai Lamas. Nur durch Hilfe des Mogulreiches war Ladakh in der Lage den Angriff abzuwehren und das Königreich zu erreichen, wodurch es sich zur zukünftigen Zusammenarbeit mit diesem verpflichtete. Nachdem im Laufe der Jahre das Mogulreich aufgelöst und Ladakh von Jammu erobert wurde, wurde Ladakh zusammen mit Kaschmir Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Bestandteil des unter britischer Regierung stehenden Indiens. Heute gehört dieser Teil zu Pakistan und Indien.

Anreise

Die einfachste Art und Weise nach Ladakh zu gelangen ist der Luftweg. Von Delhi, Jammu, Srinagar und Chandigarh ist Leh mit mehreren Airlines zu erreichen, allerdings sollte man sich frühzeitig einen Flug organisieren, da diese häufig bereits sehr früh ausgebucht sind. Ladakh mit dem motorisierten Fahrzeug zu erreichen, gestaltet sich schon etwas schwieriger, ist im Bezug auf das Reiseerlebnis jedoch empfehlenswerte. Die zwei Straßen welche nach Ladakh führen starten in Manali und Srinagar, wobei sich die meisten Besucher für die zuerst genannte entscheiden. Für den Weg sollte man mindestens einen zweitägigen Fahrweg miteinberechnen und dabei beachten. Dass die Strecke von Mitte September bis Mitte Juni wegen starkem Schneefall gesperrt ist. Weiterhin ist hierbei zu beachten, dass man für die Fahrt auf Pässen auf einer Höhe über 6000 Meter eine spezielle Genehmigung benötigt.

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