Das Zuhause des Dalai Lamas und tibetischer Kultur

Das beschauliche Dorf Dharamsala befindet sich inmitten des Kangra-Hochgebirgstals. Es teilt sich in die zwei Stadtteile Lower und Upper Dharamsala auf und erstreckt sich im Gesamten über einen Höhenunterschied von über 750 Metern. Dadurch können sich an unterschiedlichen Standorten innerhalb der Stadt die Temperaturen stark voneinander unterscheiden, welcher in dem Dorf nahe der Schneegrenze generell unter dem Durchschnitt in Indien liegen. Besonders bekannt ist das Dorf dafür, dass der Dalai Lama höchstpersönlich seit seiner Vertreibung aus Tibet durch die Chinesen dort Zuhause war. Somit ist es nicht verwunderlich, dass das Leben in Dharamsala stark von der tibetischen Kultur geprägt ist und im Allgemeinen auch „Klein-Tibet“ genannt wird. Besonders im Stadtteil McLeod Ganj leben viele Exil-Tibeter. Auch kann man hier noch viele Spuren der Kolonialzeit finden, da sich hier eine der höchstgelegenen britischen Hill Stations befand. 

Das gibt's zu sehen in Dharamsala

McLeod Ganj ist gerade durch die vielen hier lebenden Tibeter ein besonderer Teil der Stadt. Hier bietet es sich an, in ein paar der vielen Restaurants die einzigartige, tibetische Küche auszuprobieren. Auch stehen hier die meisten Hotels, in welchen Sie während Ihres Besuchs übernachten können. In dem Stadtteil befindet sich weiterhin das Namgyel-Kloster. Dies wurde vom Dalai Lama nach seiner Ankunft in Dharamsal gegründet und dem eigentlich Namgyel-Kloster in Tibet nachempfunden. Mit ihm kamen viele tibetische Mönche mit nach Indien, welche in dem Kloster ihr neues spirituelles Zuhause fanden. Hier können noch heute junge Mönche die buddhistischen Schriften studieren, sowie die tibetische und englische Sprache lernen. Heute leben und studieren hier insgesamt 200 Mönche.

Wer sich auf die Spuren der britischen Kolonialzeit begeben möchte, besucht am besten die christliche Kirche „St. John in the Wilderness“ in Forsyth Gunj. Erbaut wurde sie 1852 und dient als Grabstätte von Lord Elgin, welcher 1861als Generalgouverneur und Vizekönig von Indien in Dharamsala lebte. Die neugotische Bauweise der Kirche ist ein interessanter, optischer Unterschied zu den traditionell-tibetischen Gebäuden in Upper Dharamsala und gerade deshalb ein Muss während Ihres Besuchs!

Das Norbulingka Institut ist ein Ort, welchen besonders kunstbegeisterte Personen unbedingt besuchen sollten. Das Institut wurde in den 80er Jahren vom damaligen Minister Indiens für Religion und Kultur und seiner Frau gegründet, um die beinahe ausgestorbene tibetische Kunst zu retten und zu lehren. Hier treffen regelmäßig Künstler unterschiedlichster Herkunft und Professionalität aufeinander, um von- und miteinander zu lernen und das traditionelle Handwerk anzueignen.

Geschichte

In der Geschichte Indiens taucht der Name Dharamsala vor dem Zuzug des Dalai Lamas nur selten aktiv auf. 1905 jedoch ereignete sich in dem Gebiet eine Katastrophe. Das Erdbeben von Kangra erschütterte die Stadt zutiefst, insgesamt kamen dabei 20.000 Menschen ums Leben. Auch heute bebt noch gelegentlich der Boden in der Stadt, jedoch gab es seit damals kein so intensives Erdbeben mehr. 

Anreise

Circa 13 Kilometer von Dharamsala entfernt befindet sich er Flughafen von Gaggal, wovon es direkte Flugverbindungen von und nach Dheli gibt. Allerdings spielen hier die Wetterbedingungen eine große Rolle, da es in den Bergen gelegentlich zu schnellen und intensiven Wetterumschwüngen kommen kann. Es besteht auch die Möglichkeit mit der Bahn oder dem Bus anzureisen. Der nächstgelegene Bahnhof mit Fernzugverbindung liegt circa 4 Stunden entfernt in der Stadt Pathankot. Der einfachste Weg ist die Busfahrt, da Dharamsala direkt an den National Highway 20 angeschlossen ist. Busse in die Stadt in den Bergen fahren von Delhi und Chandigarh aus.

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