Namaste! Willkommen in Delhi!

Als Indiens Hauptstadt und bevölkerungsdichteste Stadt des Landes, ist Neu-Delhi das Zentrum für Politik und Handel. Die Metropole befindet sich im Nordosten von Indien und wird vom Fluss Yamuna durchquert. Delhi lässt sich grob in zwei Teil gliedern: Neu-Delhi und Alt-Delhi. Die verwinkelten Gassen von Alt-Delhi und die großflächigen Straßen Neu-Delhis werden von der Dash Bandhu Gupta Road und der Asaf Ali Road voneinander getrennt. Das moderne Neu-Delhi liegt im Süden von Delhi und besticht als Regierungsviertel durch die symmetrisch angeordneten Gebäude, Gärten und langen Boulevards. Wenige Kilometer entfernt liegt Alt- Delhi, die Altstadt Delhis. Dieser Teil der Stadt war einst die Hauptstadt der Moguln und fasziniert durch seine vielen engen Gassen, Straßenmärkte Moscheen, Tempel und weiteren historischen Bauwerken. Das durch seine roten Steinmauern benannte „Rote Fort“ und die größte Moschee Indiens, die „Jami Maijd“ sind nur zwei Symbole der beeindruckenden Geschichte des Landes. Nicht zuletzt wird Delhi aufgrund seiner vielen Monumente und Ruinen von sieben Städten aus unterschiedlichen Jahrhunderten auch als „die Stadt der sieben Städte“ bezeichnet.

Freuen Sie sich also auf die Megastadt Delhi und erleben Sie auf Ihrer Reise den Kontrast von Alt und Neu hautnah!

Anreise und Verkehr

Über dem Luftweg erreichen Sie Delhi mit dem Flugzeug am Indira Gandhi International Airport, der ca. 25 Km südwestlich vom Stadtzentrum liegt und Drehkreuz des nationalen und internationalen Flugverkehrs ist. Da die meisten Flüge aus Europa gegen Mitternacht ankommen, lernt man Delhi zunächst erst einmal bei Nacht mit seinen vielen Lichter kennen. Falls Sie den Transfer vom Flughafen zu Ihrem Hotel selbst übernehmen, ist das Taxi oder auch die Auto-Rikscha das gängige Transportmittel in Delhi. Eine solche Fahrt sollte zwischen 150 und 200 Indischen Rupien kosten. Legen Sie deshalb am besten einen solchen Preis fest und vermeiden Sie die Benutzung des Taxameters, da Sie ansonsten mit einem höheren Preis rechnen müssen. Da viele Taxi- und Rikshafahrer mit lokalen Hotels kooperieren, kommt es häufig vor, dass diese Sie zu einem dieser Hotels fahren wollen und von Problemen in Ihrem gebuchten Hotel sprechen. Seien Sie deshalb sehr konsequent und beharren Sie auf Ihr gewünschtes Ziel. Wenn Sie solche Situationen vermeiden möchten, ist es ratsam im Flughafen selbst die sogenannten Prepaid-Taxi-Stände aufsuchen und dort eine Taxifahrt mit einem festgelegten Preis und dem gewünschten Fahrtziel buchen. Als wichtiges Wirtschaftszentrum des Landes verfügt Delhi über ein ausgebautes Straßen- und Bahnsystem und ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt für den Norden Indiens. Innerhalb Delhis ist der Bus das bevorzugte Transportmittel. Nur ca. 20 Prozent der Einwohner benutzen PKWs oder Taxen. Jedoch ist das Bussystem für Laien nur schwer zu durchschauen. Es gibt zwar gut erkennbare Haltestellen, jedoch keine Fahrpläne und lediglich das Fahrtziel steht in indischen Lettern auf dem Bus. Eine Alternative dazu sind zum einen die für Indien typischen, dreiräderigen Motorrikshas und zum anderen die U-Bahn. Um dem oberirdischen Gewusel entgegenzuwirken wurde 2002 die erste U-Bahnlinie gebaut. Mittlerweile sind weitere Linien hinzugekommen und können mit westlichen Standards gleichgesetzt werden. Frauen sollten beachten, dass es in Delhi’s U-Bahnen für Frauen und Kinder separate Wagenabschnitte gibt. Wer weitere Strecken mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen möchte, kann auch die Bahn in Delhi nutzen. Hier gibt es vier Bahnhöfe: die Old Delhi Railway Station, New Delhi Railway Station, Nizamuddin Station und Sahai Rohilla. Die Tickets können Sie direkt am Bahnhof erwerben. Beachten Sie, dass Touristen sehr häufig von sogenannten Schleppern vor dem Bahnhof abgefangen werden, um ihnen teurere Tickets zu verkaufen. Sie behaupten, dass die Touristenschalter geschlossen seien, man nur mit gültigem Ausweis den Bahnhof betreten dürfe oder am Eingang Ihre Tickets kontrollieren wollen. Jedoch ist der Fahrkartenschalter, der sich innerhalb des Gebäudes befindet, jeden Tag rund um die Uhr geöffnet und wird im Bahnhof durch Wegweiser ausgeschildert. Auch der Bahnhof ist frei zugänglich und erst am Bahnsteigbereich müssen sie das Ticket vorzeigen. Lassen Sie sich also von diesen Menschen nicht beirren.

Sehenswertes in Delhi

Die Hauptstadt Indiens bietet viele Schätze, die es zu entdecken gilt. Alle Sehenswürdigkeiten befinden sich am Westufer des Yamauna, der die Stadt durchquert. Aufgeteilt auf die zwei Stadteile Neu-Delhi und Alt-Delhi wird die Suche nach den Attraktionen noch einfacher.

Umgeben von alten Stadtmauern können Sie Alt-Delhi nur durch die jeweiligen Stadttore betreten. Im Inneren dieses Stadtteils gelangen Sie durch die vielen engen Gassen zum berühmten, gigantischen Roten Fort. Mit einer Gesamtlänge von über 2 km ist dieses UNESCO-Weltkulturerbe Delhis größtes Bauwerk. Es stammt aus der Zeit der Mogulherrschaft. Die weitläufige Palast- und Festungsanlage besticht durch die großen roten Sandsteinmauern, von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Yamuna-Fluss werfen kann. In Alt-Delhi befindet sich ebenso die von Shah Jahan erbaute größte Moschee Indiens, die Jami Masijd. Besteigen Sie das Gebäude und es erwartet Sie ein panoramareicher Ausblick! Sehenswert ist auch das Raj Ghat, eine schöne Parkanlage, die gleichzeitig auch Gedenkstätte früherer indischer politischer Persönlichkeiten, wie Mahatma Gandhi, ist. Bestaunen Sie zudem das Humayun Mausoleum, das als Vorbild für das Tajj Mahal diente oder das Safdar Jang Mausoleum. Letzteres liegt am nahegelegenen Lodi-Park mit seinem gepflegten Rasen, der an Feiertagen und am Wochenende bei Einheimischen sehr beliebt ist. Ein weiteres Highlight ist der Lotustempel. Der Tempel hat aufgrund seiner außergewöhnlichen Lotusform schon viele Architekturpreise gewonnen. Durch seine weiße, moderne Fassade bildet das Bauwerk einen tollen Kontrast zum umliegenden großen Park. Die Siegessäule und das Minarett Qutab Minar sollte auf Ihrer Entdeckungstour auch nicht fehlen. Dieser knapp 73 Meter hohe Sandsteinturm zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und kann heutzutage leider nicht mehr bestiegen werden. Verweilen Sie im umliegenden Park und genießen Sie den Blick hinauf auf den fünfgeschossigen Turm und den Wechsel des roten und hellen Sandsteins. Ein weiteres sehenswertes Monument, das uns die Köpfe zum Himmel richten lässt, ist das mächtige India Gate oder auch All India War Memorial. Dieses 42 Meter hohe Tor wurde nach dem Arc de Triumphe in Paris gestaltet und erinnert mit seinen Inschriften an die gefallenen indischen Soldaten in mehreren Kriegen. Besuchen Sie auch die erste von fünf Sternwarten des Herrschers von Jaipur, Jai Singh II., die Jantar Mantar. Das gut erhaltene Freiluft-Observatorium diente früher zur Bestimmung der Zeit und des Sonnen- und Mondkalenders. Tempelliebhaber sollten den eindrucksvollen Lakshmi Narajan Tempelm, oder auch Birla Mandir Tempel, nicht verpassen! Er ist der Gott Vishnu und der Göttin des Wohlstandes, Laxmi, geweiht. Als einer der seltenen typischen nordindischen Tempelanlagen in Delhi besticht dieser durch seine hohen abgerundeten Kuppelbauten, auch Shikharas genannt, die aus dem Gebäude herausragen. Einen besonderen Kontrast bilden die rot-gelben Bemalungen des Tempels. Im modernen Neu-Delhi, dem kreisförmig angeordneten Geschäfts- und Regierungsviertel, liegt der große Connaught Place, der als Verkehrsknotenpunkt dient. Erkunden Sie von hier aus die vielen breiten abzweigenden Seitenstraßen mit zahlreichen Geschäften, Restaurant, Hotels etc.

Die beste Reisezeit

In den Monaten März bis Juni ist es in Delhi sehr trocken und heiß. Temperaturen von max. 40 °C sind somit z.B im Mai nicht ungewöhnlich. Ab Juli setzt dann die Monsunzeit ein und ein feucht-schwüles Klima mit Temperaturen von ca. 18-37 °C. Von Dezember bis Februar ist es die meiste Zeit trocken und sonnig und die Temperaturen reichen von ca. 7-28 °C. In der Nacht und am frühen Morgen ist es zwar oft noch etwas frisch, im Laufe des Tages kann es dann aber wärmer werden. Mit starken Kältewellen und leichten Regenschauern sollte man im Winter jedoch auch, wenn nicht selten, rechnen.

Die Geschichte Delhis

Die Geschichte Delhis ist geprägt von Zerstörungen und Wiederaufbau. Bevor Delhi zu der Stadt wurde, wie wir sie heute kennen, gab es früher schon mindestens sieben wichtige Städte vor ihr. Aus diesem Grund wird Delhi auch als die „Stadt der sieben Städte“ bezeichnet und noch heute kann man die alten Ruinen dieser einstigen Städte besichtigen.

Der Ursprung der Stadt Delhi kann auf das Jahr 736 n. Chr. zurückgeführt werden, wo der Kastenstamm Tomara-Rajputen die erste Stadt erbaute. Ende des 12. Jahrhunderts fiel die Stadt durch die stetigen Angriffe muslimischer Truppen. In dieser Zeit entstand z.B. auch der Siegesturm Qutb Minar. Die Herrschaft der Hindus war damit beendet und die islamische Herrschaft begann. Diese Zeit brachte dem damaligen Delhi Blütezeiten jedoch erlebte Sie auch viele politische und wirtschaftliche Missstände. 1526 übernahmen die Moguln die Führung der Stadt. Zu dieser Zeit wurden das Rote Fort und die Jami Masjid Moschee erbaut. Zwei der populärsten Großmoguln waren Akbar, der die damalige neue Hauptstadt Fatehpur Sikir errichtete und Shah Jahan, Erbauer des Mausoleums Taj Mahal. Im 18. Jahrhundert entstand eine Niederlassung der Briten in der Stadt und somit wurde der Einfluss durch die Europäer eingeleitet. Die Stadt wurde 1803 von den Briten besetzt. Bis 1911 ernannten sie Kalkutta als Hauptstadt des Landes, verlagerten sie jedoch dann wieder nach Delhi. Mit diesem Jahr wurde auch der Grundstein für das heute moderne Neu-Delhi gelegt und schließlich 1931 vollendet. Die Reisbrettstadt ist bis heute der zentrale Regierungssitz von Indien.