Willkommen in Amritsar, dem Zentrum der Sikhs!

Nur circa 30 Kilometer entfernt von der pakistanischen Grenze liegt die historische Stadt, welche im 16. Jahrhundert von dem Guru Ram Das etabliert wurde und h eute das Zuhause von insgesamt 1,1 Millionen Menschen bildet. Die Stadt am Nektarsee, nach welchem sie auch tatsächlich benannt wurde, ist weltweit für ihren einzigartigen „Goldenen Tempel“, den Harmandir Sahib bekannt. Jedoch ist der Name Amritsar nicht nur durch die dort vorhandenen Sehenswürdigkeiten bekannt, sondern erlangte ebenfalls traurige Berühmtheit durch das „Massaker von Amritsar“, welches dort im Jahre 1919 während der britischen Kolonialherrschaft stattfand. 

Das gibt's zu sehen in Amritsar

Der „Goldene Tempel“ von Amritsar wurde im 16.Jahrhundert vom Nachfolger Ram Das, Arjun Dev erbaut und 300 Jahre später sogar noch einmal um eine weitere goldene Kuppel erweitert. Es ist das größte existierende Heiligtum der Glaubensgemeinschaft der Sikhs und wird nicht ohne Grund als „goldener Tempel“ bezeichnet, denn seine Oberfläche ist nahezu komplett mit Blattgold bedeckt. Nicht nur Sikhs besuchen den Tempel, sondern auch unzählige Pilger aus der ganzen Welt kommen hier hin, um sich spirituell zu erweitern. Diesen Pilgern ist es sogar gestattet, für insgesamt 3 Nächte in und um das Heiligtum zu nächtigen. In vergleichbaren Tempelanlagen anderer Religionen wäre dies undenkbar. Das erste Stockwerk der Anlage beherbergt heute ein Museum, in welchem Sie mehr über die Lebensweise der Sikhs und ihre Konflikte mit den Hindus und Muslimen in der Vergangenheit lernen können. Nicht weit vom Goldenen Tempel entfernt, befindet sich der Grudwara Baba Atal Tempel. Gewidmet wurde das Heiligtum dem Sohn des Guru Har Gobind, welcher in dem jungen Alter von 9 Jahren verstarb. Hieraus leiten sich auch die 9 Stockwerke des Tempels ab.

Etwa 10 Kilometer von der Stadt Amritsar entfernt, befindet sich der Ram Tirath Tempel, bekannt aus der hinduistischen Epos „Ramayana“. Es diente angeblich einst als meditatives Zentrum des heiligen Balmiki, welcher hier einige seiner heiligen Schriften hier verfasst haben soll. Auch soll hier einst Sita, die Göttin der Landwirtschaft, Zuflucht gefunden, und ihren Söhnen Luv und Kush das Leben geschenkt haben. Die Hütte in welche sie gelebt haben soll, steht noch heute in der Nähe der Tempelanlage.

Im Jallianwala Bagh Garten, finden Sie eine der bekanntesten Denkmäler Indiens. Die riesige Säule aus rotem Sandstein soll den Opfern des Massakers von Amritsar gedenken, welches an diesem Ort vor etwas weniger als 100 Jahren stattfand.

Geschichte

Die Grand Trunk Road an welcher Amritsar gelegen ist wurde bereits vor vielen hundert Jahren von Alexander dem Großen genutzt, um nach Indien zu gelangen. Somit ist nicht nur die Stadt selbst von großer, historischer Bedeutung, sondern auch Ihre unmittelbare Umgebung. Seit der Gründung Amritsars im Jahre 1577 durch den vierten von 10 Sikh-Gurus Ram Das, ist die Stadt stetig weiter gewachsen und floriert. Der Nektarsee, von welchem der heutige Name der Stadt abstammt, wurde im laufe der Zeit künstlich vergrößert und durch eine unterirdische Verbindung mit dem nahe gelegenen Fluss bis heute mit Frischwasser versorgt. Im Jahre 1919 ereignete sich das sogenannte Amritsar-Massaker. An diesem dunklen Tag wurden während einer Demonstration der Inder gegen das Regiment der Briten insgesamt 379 gewaltlose Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder, in dem Jallianwala Bagh Park von britischen Soldaten erschossen, 1200 Personen wurden verletzt. Es wird vermutet, dass sich die offizielle Zahl der Opfer auf weit mehr beläuft. 

Anreise

Amritsar ist mit dem Rest Indiens gut vernetzt. Etwa 10 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der Raja Sansi Flughafen, welchen man von Delhi und vielen weiteren Städten aus anfliegen kann. Weiterhin gibt es direkte Bahnverbindungen nach Delhi, Kolkatta, Mumbai, Jaipur und Puri.

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