Beliebte Urlaubsregionen im Land der tausend Farben

Mächtiges Gebirge und flimmernde Wüstenwelt im Norden

Nordindien besticht durch drei Hauptregionen – die höchste Gebirgswelt des Himalayas mit dem bekannten Valley of Flowers, das angrenzende fruchtbare Land der heiligen Städte, die von dem heiligen Ganges passiert werden und die faszinierende Wüstenwelt mit zahlreichen Tempeln und Palästen wie aus Tausendundeine Nacht. Der Norden Indiens ist geprägt durch enorme Temperaturschwankungen zwischen den Sommer – und Wintermonaten und lässt sich in eine subtropische Klimazone im Norden/Zentralindiens und mäßiges bis alpines Klima in der Himalaya-Region unterteilen.

Wanderer, Skifahrer und Naturliebhaber sind in Nordindien genau richtig! Wer das höchste Skigebiet der Welt erkunden möchte, findet dieses in Gulmarg im Bundesstaat Jammu und Kahmir. Aber auch Auli in Uttarakhand ist ein bekannter Wintersportort. In Auli befindet sich auch der Nationalpark The Valley of Flowers, der durch seine bunten Blumenteppiche oder auch den tollen Wasserfällen fasziniert und UNESCO Weltkulturerbe ist. Eine von vier beliebten Wandergebieten in Himachal Peradesh ist die Chamba-Kangra-Region, die besonders durch ihre tolle Berglandschaft das Herz der Trekking-Liebhaber höher schlagen lässt.

Am Fuße des Himalaya-Gebirges grenzt die fruchtbare Flachlandebene an. Hier passiert der heilige Fluss Ganges die heiligen Städte des Landes. Sie sind die bedeutendsten sieben Pilgerstätten der Hinduisten und verteilen sich auf ganz Indien. Als eine der ältesten Städte Indiens stellt Varanasi die heiligste Stadt des Hinduismus dar. Am heiligen Ganges gelegen kommen jährlich eine Millionen Menschen in die Pilgerstadt, um sich im Wasser des Flusses zu reinigen, zu meditieren und sich ihrer Religion hinzugeben. Besonders beindruckend ist eine Bootsfahrt bei Sonnenaufgang am westlichen Gangesufer, wo Sie die rituellen Bäder bei den Ghats (Stufen, die zum Ganges führen) hautnah miterleben.

Mit Neu-Delhi bildet Delhi die 18 Millionen Einwohner schwere Hauptstadt des Landes und bietet viele Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Auf der einen Seite finden Sie traditionelles orientalisches Flair in Alt-Delhi, mit seinen engen Gassen, bunten Basaren, Tempel und Moscheen. Andererseits bietet das „neue“ Delhi prächtige Bauten und breite Alleen aus der britischen Kolonialzeit. Delhis bekanntestes und größtes Bauwerk, das Rote Fort, die Freitagsmoschee Jama Masjid oder das imposante India Gate sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die von der bewegten Geschichte der Stadt erzählen. Von Delhi aus beginnt auch üblicherweise die klassische Tour des Goldenen Dreieckes (Delhi-Agra-Jaipur). Nachdem Sie die bunte Hauptstadt erkundet haben, verläuft die Route weiter nach Agra. Hier richten sich wohl alle Augen auf das Wahrzeichen Indiens – das Taj Mahal, ein Grabmal des Großmoguls Shah Jahan zum Gedenken an seine verstorbene Frau. Der letzte Halt im Goldenen Dreieck ist die Stadt Jaipur, die aufgrund der vielen rosaroten Gebäude auch „Pink City“ genannt wird. Besonders sehenswert ist das von Jaipur elf Kilometer entfernte Amber Fort mit dem funkelnden Spiegelsaal.

Angekommen in Jaipur befindet man sich im Bundesstaat Rajasthan, der durch Gebirge, künstliche Seen und großflächige Wüstenlandschaft gekennzeichnet ist. Wer den warmen Wüstenwind spüren möchte und geschichtsträchtige Maharadscha-Tempel inmitten weiter Sanddünen nicht missen möchte, sollte das das Land der Königssöhne im Nordwesten von Indien unbedingt besuchen. Tauchen Sie ein in die spannende Vergangenheit der Wüstenstädte wie z.B. Jodhpur, mit seiner riesigen Festung Mehrangarh, Ranakpur mit der kunstvollen Marmor-Tempelanlage direkt zwischen den Aravalli-Berge oder Udaipur, mit dem großen Maharadscha-Palast, der inmitten des Pichola-Sees liegt und sogar schon Drehort für den James-Bond Film Octupussy war. Ein Ausflug auf dem Rücken eines Kamels durch die gold-gelben Sanddünen von Jaisalmer werden Sie sicherlich nicht so schnell vergessen!

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Das moderne Indien, weite Sandstrände & Natur im Westen

Westindien hält für jeden Reiseliebhaber etwas bereit: ob lange Sandstrände, antike Tempelanlagen, Naturschutzgebiete und Tigerreiche Nationalparks oder moderne Großstadt.

Mumbai, oder das ehemalige Bombay, im Staat Maharashtra ist womöglich die bekannteste Stadt in Westindien und des gesamten Landes. Die Hafenstadt befindet auf einer Halbinsel und spiegelt durch seine großen Skyscrapers und belebten Straßen die Modernität von Maharashtra und den wichtigen Wirtschaft- und Handelsstatus wider. Neben der modernen Seite der Stadt gibt es für den Besucher auch traditionsreiche Sehenswürdigkeiten, viele im Kolonialstil, wie z.B. das Prince of Wales Museum (Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya), der gigantische Turm Rajabai oder der bekannte Torbogen, das am Hafen liegende Gate of India. Wer nach Mumbai kommt, dem empfehlen wir einen Ausflug zur Elephanta Insel. Hier befinden sich beeindruckende Höhlentempel aus dem 7. Jahrhundert, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Weitere atemberaubende Höhlentempel sind die Ajanta- und Ellora-Höhlen. Sie liegen im Zentrum von Maharashtra und stehen ebenfalls auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Strandliebhaber können in der schönen Hafenstadt Daman an den vielen Buchten oder den langen Strandabschnitten entspannen. Ein Tipp ist auch die Dui-Insel zu besuchen und dort an den schönen Nagoa-Strand zu fahren.

Wen es in die Natur zieht, der findet nördlich von Maharashtra in Gujarat und Madhya Pradesh tolle Nationalparks und Tier- und Naturschutzgebiete. Bestaunen Sie die endlose weiße Salzwüste Rann von Kachchh oder entdecken sie Tiger im Bandavgarh Nationalpark und im Tierschutzgebiet Kanha.

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Paradiesische Strände und Tropenpracht der Backwaters im Süden

Südindien bietet für Reisende nicht nur kulturelle, sondern auch landschaftliche Höhepunkte, sodass für jeden Indien-Besucher etwas dabei ist. Ob die Entdeckung gut erhaltener Bauten vergangener Dynastien oder Entspannung pur am Traumstrand in Goa – der Süden Indiens besticht durch seine bunte Vielfalt. Das Klima in Südindien ist ganzjährig tropisch und wird nur von der Regen- und Trockenzeit geprägt, letztere beginnt im Oktober, nach Abklingen des Monsuns und eignet sich zum Reisen.

Besonders wer gerne einen entspannten Strandurlaub genießen möchte, ist in der südlichen Region Indiens genau richtig. Der Süden des Landes grenzt an verschiedene Meere: Im Westen grenzt Indien an das Arabische Meer, im Süden liegt der Indische Ozean und im Osten das Bengalische Meer. Badeparadiese wie Goa im Westen oder Kerala ganz im Süden locken Reisende mit kilometerlangen, traumhaften Stränden und bieten dazu jede Menge Wassersportaktivitäten und Bootstouren. Hier kommt gewiss jeder Erholungssuchende und Wassersportler auf seine Kosten.

Doch auch kulturell gesehen hat der Süden des Landes einiges zu bieten. Die Region Andhra Pradesh bietet vor allem eine gute Möglichkeit, die Kunst des Festungsbau zu bestaunen wie zum Beispiel in Golkonda, nahe der Hauptstadt Hyderabad. Etwas weiter südlich befindet sich der Ort Nagarjunkonda, mit zahllosen antiken Relikten von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Einer der meistbesuchten Schreine des Landes ist der Shri Venkateshvara Tempel im Süden des Landes. Auch die Region rund um Karnataka ist in jedem Falle eine Reise wert, um beispielsweise alte Tempelstätten aus der Hoysala-Zeit, oder das berühmte untergegangene Reich von Vijayanagar zu entdecken. Die Hauptstadt Bengaluru (Bengalore) ist mittlerweile zu einer Großstadt gewachsen und kann sicherlich als das Zentrum indischer Informationstechnologie bezeichnet werden. Doch auch der indische Bundesstaat Tamil Nadu, das Land der Tamilen, ist einer der faszinierendsten Staaten Indiens. Hier findet man die größten Tempel Indiens, in denen Reisende eine besondere spirituelle Erfahrung machen können. In Mamallapuram beispielsweise kann man in malerischer Lage, umgeben von Sandstränden und Meer wunderschöne kleine Tempel besichtigen. Wer Indiens wunderschöne Natur erleben möchte, sollte sich auf Reise in den südwestlichsten Bundestaat Kerala begeben, einen fruchtbaren Küstenstreifen am westlichen Steilabfall des Ghats. Die vielfältige Natur rund um Teeplantagen, Nationalparks und die sogenannten „backwaters“ – kilometerlange Wasserstraßen – sind bestens geeignet für ausgedehnte Exkursionen.

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Nordostindien

Lernen Sie das schöne Nordostindien kennen! Erleben Sie die vielfältigen religiösen Stätten, die hier nebeneinander existieren. Besuchen Sie Tempel, Kirchen und Moscheen. Besichtigen Sie außerdem Teefabriken und Plantagen in Assam und genießen Sie authentisch eine Tasse Assam Tee oder helfen Sie einer Familie beim Tee-Pflücken. Arunachal Pradesh, Sikkim und Manipur sind außerdem sehr bekannt für ihre wunderschönen Landschaften, sodass Sie ausgedehnte Wanderungen unternehmen können. Entdecken Sie in allen Teilen Nordostindiens wunderschöne farbenfrohe Basare mit traditionellen und einheimischen Produkten. In Mizoram, dem südlichsten Staat Nordostindiens, lernen Sie die faszinierende Flora und Fauna des Landes kennen, denn hier gibt es zahlreiche Gärten, die blühende Orchideenarten und farbenprächtige Schmetterlinge enthalten. Auch Tripura ist eine Reise wert, denn hier erwartet Sie eine märchenhafte Kulisse am Wasserschloss Neermahal. In dem ursprünglichen Nagaland sehen Sie den Einheimischen über die Schulter und lernen mehr über das Kunsthandwerk und die traditionelle Herstellung von Reisbier.

Sie werden sehen, dass Nordostindien durch seine vielfältige Kultur, Flora, Fauna und Kulinarik jeden Reisenden fasziniert!

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Indiens Nationalparks

In Indien gibt es mehr als 90 Nationalparks und Reservate und hinzukommen noch ca. 500 Schutzgebiete, was bedeutet, dass fast 5% der Landfläche Indiens geschützt ist. In diesen Gebieten können heute verschiedene Tierarten ungestört leben und auch empfindliches Ökosystem kann hier gedeihen. Besonders der Tiger wird durch die indische Regierung geschützt, da das Tier durch die Jagdleidenschaft mancher Fürsten und Kolonialherren vom Aussterben bedroht ist. Auch wenn Sie nicht die Möglichkeit haben einen Tiger in freier Wildbahn zu beobachten, können Sie dennoch viele andere Tierarten in Indiens Nationalparks finden. Entdecken Sie unter anderem Leoparden, Elefanten, Nashörner, Büffel, Bären, Affen, Krokodile und sogar Löwen, sowie eine umfangreiche Vogelwelt. Doch auch die Pflanzenwelt der indischen Schutzgebiete ist beeindruckend: seltene Orchideen gehören zum Schönsten was die indische Flora zu bieten hat.

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